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Hier nun einige Impressionen von einer Tour im April 2009.
Kurzfristige Zusagen und leider auch krankheitsbedingte Ausfälle machten die letzten Wochen vor der Reise zum spannenden "Paddler-Poker": Wer wird alles dabei sein? Schließlich mit von der Partie waren neben Serkan, mir und unserem Chauffeur Mehmed Ali, Moni, Peter und Johannes aus Deutschland, sowie die (Exil-)Wiener Gerald und Ruppi.
Nachdem Dezember und Januar praktisch niederschlagsfrei gewesen sind und sich die Paddlerwelt auf moderate Frühjahrswasserstände vorbereitete, langte der Winter im Februar mit ganzer Kraft zu. Als ich Ende März in der Türkei ankam, lag das Taurusgebirge unter einer meterdicken Schneedecke. Auch noch Mitte April am Beginn unserer Tour waren Manavgat und Alara satt gefüllt. Die milchigen Schmelzwasser des Geyik Dagi vereinigten sich in der oberen Alara mit dem tosenden Ucansu-Wasserfall und erinnerten auf den folgenden Kilometern mehr an Sanna als an obere Soca. Auch der Gevne war im Oberlauf ab Beyreli bereits ein wassereicher Fluss und bot auf der 40 Kilometer langen Standardstrecke Wuchtvergnügen im vierten Grad.
Auf der Suche nach technischem Wildwasser im dritten Grad wichen wir auf die küstennah gelegenen Karstbäche Karpuz Cayi (bis Gencler) und Kargi Cayi (bis Sogukpinar) aus. Normalerweise nur bei Hochschmelze im März fahrbar fanden wir verblockten Boulder-Slalom auf ganz klarem Wasser vor. Mit einer kleinen Gruppe paddelten wir außerdem die obere Alara ab dem Ucansu-Camp sowie den steilen Köprülü-Bach, der unterhalb des Wasserfalles von links mündet.
Zu Beginn und Ende unserer Reise nächtigten wir am Medraft-Camp bei Karabük am Köprü, wo wir neben der Big-Water-Raftstrecke den oberen Abschnitt bis Caltepe, sowie eine landschaftlich eindrucksvolle Canyon-Etappe im Unterlauf paddelten. Während die Caltepe-Strecke mit ihren langen Kiesbankschwällen und ruhigen Zwischenstrecken ideal zum Einpaddeln am ersten Tag war, galt es auf der Rafting-Strecke Zwei-Meter-Wellen und saugende Eddylines zu bewältigen. Mehrere Surfwellen waren perfekt für alle Könnensstufen, so dass wir diesen Abschnitt dreimal genossen.
 
Weitere Camps waren in freier Natur am Karpuz, sowie am eindrucksvollen Ucansu-Wasserfall. Hier stürzt eine ca. 50 Meter hohe Wasserkaskade direkt aus dem Quelltopf in die Alara. Am gegenüberliegenden Ufer liegt das wunderschöne Camp mit Baumhäusern und Bungalows.
Nach acht Paddeltagen auf sechs Flüssen nahm die Tour am Flughafen Antalya ihr Ende.
Türkei - Wir kommen wieder!
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