Toros Outdoors – Kajakreisen in Griechenland, Georgien, Albanien und der Türkei

 Paddeln im Land der Götter 

Best of Nordgriechenland

 April 2018

Das weite Kiesbett des Oberen Krikellopotamos.Mehr als ein Jahrzehnt musste vergehen, um alte Vorurteile auszuräumen. "Nur wenig schweres Wildwasser, schlechte Straßen und zeitfressende Umsetzstrecken. Dazu die lange Anreise aus Deutschland und wenn man Pech hat, sind auch noch die Bäche trocken." Dass sich Griechenland nicht allzu sehr zum Paddeln lohnt, hatte sich einer Gewissheit gleich in die jährliche Reiseplanung eingeschlichen. Nun, vielleicht wird man mit Anfang Dreißig klug. Im April 2012 beschlossen wir dem (Paddler-)Volksmythos auf den Grund zu gehen, nahmen uns auf dem Weg in die Türkei drei Wochen Zeit und buchten die Fähre nach Patras.

Was soll man sagen? Es war fantastisch! Ein Land voller Gebirge, Schluchten und Flüsse. Dünn besiedelt, im Hinterland kaum größere Städte, dafür intakte Berglandschaft und entgegen aller Krisenberichterstattung überaus freundliche Menschen. 

Der letzte Rapid des Milea vor der Perivoliotiko-Mündung.Das Wildwasser? Alles dabei! Landschaftsgenuss auf dem bizarr-blauen Agrafiotis (WW II-III+). Wilde Natur im einsamen Tal des Acheloos (WWII-III+) und seinem Quellfluss Lakmos (WW III+). Kanada-Feeling und Sterne-Wildwasser im Bärengebiet des Mileapotamos (WW III-IV). Spielboottaugliches Wuchtwasser in den grandiosen Canyons von Arachthos (WW II-III+) und Kalaritikos (WW III-IV). Und dann wäre da noch der Krikello (WW III-IV), mit seinen geologischen Verrücktheiten (im Wortsinne) für viele der schönste Fluss Griechenlands.

Geologie wie vom Konditor – die Blätterteigklamm des Krikello.

Schlechte Straßen, mühsame Shuttles, lange Fährpassage? Stimmt zum Teil. Die Straßen sind lange nicht mehr so schlecht wie in den Neunzigern. Mit dem Milea-Umsetzer ist entlang der Klassiker nun auch der letzte Umsetzer asphaltiert. Viel gewinnt, wer die richtige Abkürzung kennt. Für einige Shuttles empfehlen auch wir einen Fahrer. Wer nur wenig Zeit hat, steigt am besten in den Flieger. Mit Ryanair und Easyjet geht's ab 30 Euro einfach nach Thessaloniki. Aegean, Airberlin und Germanwings sind etwas teurer, starten dafür aber aus allen Ecken der Republik. Wer mehr als zehn Tage Urlaub hat, startet selbigen auf der Fähre mit der Camping-All-Inclusive-Option. Bezahlt wird die Deckspassage für Passagiere und Wohnmobil, die Kabine gibt’s bei Minoan Lines gratis oben drauf.

Und die Wasserstände? In drei Wochen hatten wir an einem einzigen Bach, dem notorisch trockenen Fidakia, zu wenig Wasser. Sonst stets mittlere bis gute bis sehr gute Wasserstände quer durchs Land. Und die Flussauswahl in Griechenland ist gigantisch. Hohe Berge auch im Süden sorgen für eine lange Schneeschmelze, kaum ein Kraftwerk zwingt die Wildbäche ins Rohr.  

 

Der Canyon des Kalaritikos.Die Tour:

Nun im vierten Jahr nach unserer persönlichen Hellas-Premiere ist es Zeit für ein erstes Best-of:

Toros Outdoors proudly presents: Die Flussperlen Nordgriechenlands!

Den genauen Reiseverlauf legen wir in bewährter Manier kurzfristig fest. Um perfekte Wasserstände und möglichst viele Sonnenstunden abzusahnen, überlassen wir dem Wettergott den ersten Spielzug. Kein Geheimnis sind aber die Flüsse, die unsere hochamtliche Hellas-Runde schmücken werden.

Schon allein des wunderschönen Camps wegen steht das Flüssepaar Mileapotamos und Perivoliotiko auf dem Programm. Die Schwarze Schlucht nahe des kitschig-schön gelegenen Spileo zählt definitiv zu den Top Five Griechenlands. Weiter geht es mit dem mythischen Götterfluss Acheron nur einen Steinwurf von der Ionischen Küste. Hier befindet sich der sagenumwobene Hades, das Tor zur Unterwelt. Und wir furchtlosen Höllenhunde sind natürlich mittendrin.

Weiter statten wir dem Voidomatis einen Besuch ab, targen über Hunderte Treppenstufen zum aquamrainblauen Quelltopf und gleiten in tiefer Stille durch die Platanenallee. 

In der zweiten Hälfte der Reise lassen wir uns auf dem Arachthos-Camp in Plaka nieder, von wo aus wir zu den schönsten Etappen von Acheron (WW III-IV), Arachthos (WW III+) und Kalaritikos (WW III-IV) ausschwärmen.


 

 

Leistungen:

    * 7 bis 8 Paddeltage auf den Wildflüssen Nordgriechenlands mit je nach Gruppengröße einem oder zwei Kanulehrern, Technikschulung wenn gewünscht.

    * Für Flugreisende Unterstützung bei Buchung und Logistik ab Flughafen Thessaloniki (Mietwagen bzw. Minibus). Der Rückflug erfolgt ab Thessaloniki.

    * Bereitstellung der Campingküche.

Bouldertraum auf dem Acheron.Details:   

    * Die Verpflegung wird mittels gemeinsamer Gruppenkasse finanziert. Hier fallen etwa 12 Euro je Tag an. Ein Abendessen im Restaurant schlägt mit etwa 12–15 Euro zu Buche.

    * Die Übernachtung erfolgt in der Regel auf wilden Camps direkt am Fluss. Am Arachthos gastieren wir auf dem Via-Natura-Campingplatz. Anfallende Übernachtungskosten werden von den Teilnehmern getragen.

    * Auf Wunsch können Kajaks und Paddel geliehen werden.

    * Die Kosten für Guiding und Organisation der Tour betragen ....

Dieser Preis enthält:
Guiding, Kanuschulung, Organisation der Tour

Weitere Kosten entstehen für:
Anreise, Logistik vor Ort, Unterkünfte, Verpflegung

Toros Outdoors stellt lediglich den Kontakt zu lokalen Fahrern und Guesthouses her. Die Camp-Teilnehmer rechnen diese Leistungen direkt mit den örtlichen Unternehmern ab. 

Wichtig: Wetter- und Wasserbedingungen können kurzfristige Änderungen von Routenverlauf und Flüssewahl erfordern. Zwar ist das Wetter im April meist sonnig und stabil, jedoch sind die Wasserstände stark von der Schneelage abhängig. Somit können einzelne Etappen wegen zu wenig oder zu viel Wasser nicht machbar sein. In jedem Fall ist für hochkarätige Alternativen gesorgt.

Für weitere Informationen und Buchungsanfragen sendet bitte eine E-Mail an info[et]toros-outdoors.de.