Toros Outdoors – Kajakreisen in Griechenland, Georgien, Albanien und der Türkei

Tagliamento – Wildnisfluss unter der Sonne Italiens

  17. bis 21. Mai 2018 (WW I–II+)

Der letzte echte Wildfluss der Alpen? Paddelwelt und Wissenschaft sind sich einig: Nirgendwo entlang des weitgestreckten Alpenbogens kann ein Wildfluss noch so sehr Wildfluss sein wie im kilometerbreiten Auenband des Tagliamento. Vier Fahrstunden von München wartet das große Abenteuer – für mutige Wanderpaddler wie weitgereiste Wildwasserpiloten, einsteiger- und familienfreundlich. Bis zu vier Tage lang vertraut ihr euch dem Fluss an, schlaft auf eurer Trauminsel, über euch der Sternenhimmel. Der Fluss und das Tageslicht geben den Takt vor. Anreisen, lospaddeln, abschalten. Willkommen in der Flusswildnis!

Traumfluss Tagliamento! | Foto: Michael Neumann

Das Referenz-Ökosystem eines naturbelassenen alpinen Wildflusses. Während der Klang des Wortes Tagliamento (sprich Talljamento) dem italophilen Hobbypaddler zunächst Assoziationen wie Cafe Latte und Bella Italia weckt, er vor seinem geistigen Auge weißen Kies, blaues Wasser und kunstvoll arrangierte Schwemmholz-Skulpturen vorüberziehen lässt, hat sich die Wissenschaft festgelegt: Der Tagliamento gilt als das Referenz-Ökosystem eines naturbelassenen alpinen Wildflusses. Klingt sperrig, kommt auf dasselbe raus. Der Tagliamento und seine Aue sind so wild und vom Menschen unbeeinflusst, wie kein anderer Fluss in Mittel- und Westeuropa.

Wer findet das perfekte Camp? Am Tagliamento gibt es Hunderte. | Foto: Michael Neumann

 







Ihr wollt mit eigenen Augen sehen, wie Europas Alpenflüsse vor 200 Jahren ausgesehen haben? Ihr wollt einen echten Wildfluss mit allen Sinnen erleben – im Takt der Natur, auf und am Fluss, tagelang abseits von Straßen, Städten, Shopping-Wahnsinn? Eintauchen in das Ökosystem Wildfluss mit seiner Pflanzen- und Tierwelt, seinen verwunschenen Altwässern, Grundwasserseen und endlose Kiesbänken? Umgeben von Materie gewordener Schöpferkraft? 
 

Der Tagliamento ist durchaus tourenboottauglich. | Foto: Michael Neumann

Für alle, die noch nie was gehört haben vom Tagliamento: Der Fluss zieht von den Karnischen Alpen (das kärtnerisch-friulanische Grenzgebirge) durch das Alpenvorland zur Adria. Wasser im Fluss gibt’s zur Zeit der Schneeschmelze von Ende April bis Mitte Juni und nach häufigen, oft extrem intensiven Herbstregen. Diese Hochwasserereignisse formen das Flussbett, bringen den Flow innerhalb weniger Stunden auf mehr als 1000 Kubik pro Sekunde. Das Besondere: Der Fluss hat Platz. In seiner bis zu zwei Kilometer breiten Aue kann der Tagliamento machen was er will. Und das macht er. Ein unglaubliches Gewirr an Flussarmen, Altwassern, Kiesbänken jeder Größe. Treibholzberge, Traumstrände, alles von der Zivilisation abgeschirmt durch breite, ökologisch intakte Auenstreifen.

Toros Outdoors macht das Abenteuer möglich – unkompliziert, zuverlässig und sicher. Ihr reist auf eigene Faust an – mit dem Zug oder im eigenen Pkw nach Venzona. Von dort aus kümmern wir uns um die Logistik. Übernachtung im Schlafsack auf der Isomatte – wenn das Wetter passt, auf Wunsch auch ohne Zelt im 1000-Sterne-Hotel.
Die kilometerbreite Flussaue ist der ideale Campground! | Foto: Michael Neumann

 

Die technischen Schwierigkeiten des Tagliamento bewegen sich zwischen WW I und II+. Die Herausforderungen liegen in längeren Wellenzügen, scharfen Kehrwasserlinien, vereinzelten überspülten Steinen, die es zu umfahren gilt sowie Baumwurzeln und in die Strömung ragende Äste. Wer die Isar bei Bad Tölz oden den Tiroler Lech ab Steeg sicher bewältigt, schafft auch den Tagliamento ohne Probleme. Der Fluss kann mit Kajaks (auch Tourenkajaks aus Kunststoff), Kanadiern oder Schlauchbooten befahren werden. Sportlichen Einsteigern mit geringer Wildwassererfahrung empfehlen wir ein kippstabiles Schlauchkanu.

Steinreich – der Tagliamento ist ideales Terrain für alle, die Interesse an Botanik, Ornithologie und Geologie haben. | Foto: Michael NeumannJe nach Konzeption des Trips nehmen wir Camping-Ausrüstung, Küche und Verpflegung in den Booten mit oder organisieren die Zufahrt durch ein Begleitfahrzeug, dessen Equipment uns eine angenehme Nacht ermöglicht. Ihr könnt euer eigenes Boot samt Ausrüstung benutzen oder von uns das ideale Wasserfahrzeug, auf Wunsch samt Paddel, Packsäcke und Klamotten, leihen.

Wir treffen uns am Mittwochabend vor Tourstart in einer netten Pension nahe es Einstiegs. Nach dem Morning Briefing beim Frühstück begeben wir uns zum Fluss und starten am Donnerstag gegen Mittag. Je nach Wasserstand schaffen wir eine kürzere oder längere Strecke. Ob wir das Meer paddelnd erreichen oder die letzten Kilometer auf der Straße zurücklegen – den Sonntagabend wollen wir am Adriastrand verbringen. Der Pfingstmontag steht dann zur freien Verfügung bzw. zur Rückreise zur Verfügung. Kulturtipp: Venedig ist nur eine knappe Stunde entfernt.



Die Tour kosten 250 € pro Teilnehmer. Einführungspreis!!! Hinzu kommt eine Kostenumlage für die Logistik vor Ort, die tatsächlich anfallenden Kosten für Verpflegung und Unterkunft (erste Nacht) sowie ggf. Kosten für Leihausrüstung.

Wenn ihr Interesse an der Tour habt, schreibt uns eine Mail! Wir können alles Nötige als Leihausrüstung zur Verfügung stellen. Wir freuen uns, mit euch den letzten echten Wildfluss der Alpen zu paddeln.