Toros Outdoors – Kajakreisen in Griechenland, Georgien, Albanien und der Türkei

Firtina, Barhal und der Kackar-Trek
 

Türkenbrücke auf der Firtina nahe des Otel Doga.Weniger Kilometer auf der Straße, mehr Zeit im Boot. Und das auf den schönsten Wildflüssen der Osttürkei. Unter dieser Prämisse steht das Firtina-Camp am Schwarzen Meer. Mit den Erfahrungen aus dem Coruh-Barhal-Camp von 2012, das ebenfalls an der Firtina seinen Anfang nahm, meinen wir: Die Firtina samt ihrer Nebenflüsse ist mehr als das Tor zum mächtigen Kackar-Gebirge. Die wasserreichen Wildflüsse inmitten immergrüner Teeplantagen sind eine eigene Paddeldestination, der man eine ganze Woche widmen sollte. Und eigentlich ist es nur ein Katzensprung zum Barhal, der zweiten Wildwasserperle im knapp 4000 Meter hohen Gebirgsstock. Obendrüber, statt außenrum. Das wär's doch. Fünf Paddeltage an der Firtina, dann in vier Tagen auf dem berühmten Kackar-Trek ins Bergdorf Barhal. Nach getanem Wanderwerk entspannen wir weitere drei Tage auf Coruh und Barhal bevor es mit dem Auto zurück nach Trabzon geht.


Tee-Ernte im Tal des Tunca Dere.Mit dieser kombinierten Kajak-Trekking-Tour beschreitet Toros Outdoors neue Wege und lädt euch ein mitzukommen. Das Firtinatal ist von Wildwasser und Landschaftsform mit dem Sesiatal im italienischen Piemont vergleichbar. Jedes Fleckchen in den steilen Hängen ist mit Teeplantagen kultiviert, im August entdecken wir das Tal gerade zur rechten Zeit während der Ernte. Am Einstieg zum Unteren Tunca.Einem Adlerhorst gleich schmiegen sich Bergdörfer in die steilen Flanken während der Talboden ganz der Firtina gehört. Auch im Sommer wasserreich lädt die Stürmische (Firtina bedeutet Sturm auf türkisch) zum Tanz. Wer Wildwasser 3-4 beherrscht, ist auf der sicheren Seite. Unzählige Wellen, klar definierte Eddylines, kleine und große Walzen machen die Firtina zum idealen Playboat-Revier. Unser Vorschlag: Bringt euer Spielboot oder den Riverrunner mit. Wenn es mal härter wird, könnt ihr euch ein Creek-Boot von uns leihen.

Fühstück am Tunca-Camp.Je nach Wunsch zelten wir entweder wild am Fluss oder residieren im Otel Doga, einer mit viel Herzblut geführten Pension direkt am Fluss. Nach dem Paddeln bleibt Zeit für die Besichtigung alter Burgen wie dem Zil Kale hoch über der Firtinaschlucht oder einem Abstecher nach Ayder, das mit heißen Quellen lockt. Steiler Schwall im Mittellauf der Firtina.Einer der großen Pluspunkte des Firtina-Camps sind die kurzen Wege zum Wasser: Vom Flughafen Trabzon erreichen wir über den Küsten-Highway das Firtinatal in knapp zwei Stunden. Je nach Ankunftszeit der Flüge können wir noch am gleichen Tag die Boote zu Wasser lassen. Im Tal betragen die Fahrstrecken zum Einstieg selten mehr als 15 Kilometer.

Nach der ersten Paddelwoche besteht die Möglichkeit, die Reise nach fünf Kajaktagen zu beenden und von Trabzon aus heimzufliegen. Doch es wäre sehr schade, die gigantische Landschaft des Kackar-Gebirges nur vom Talgrund zu erleben. Der massive Gebirgsstock ist ein fast gänzlich unberührtes Refugium Hunderter seltenere Tier- und Pflanzenarten. Die vergletscherte Gipfelregion reicht bis knapp viertausend Meter und lockt Trekker mit eindrucksvollen Panoramen und der sportlichen Querung ins Barhaltal. Panorama auf dem Kackar-Trek.Vom Start in den sattgrünen Hochtälern der Firtina-Quellbäche führen alte Weidewege und Pfadspuren ins karge Hochland. Ursprüngliche Almflächen mit vereinzelten Steinhäusern leiten in die Gipfelregion, wo eisblaue Gletscherseen bizarr zwischen kahlem Gestein schimmern. Unter der Begleitung eines fachkundigen, englischsprachigen Bergführers aus der Region wagen wir die Traverse mit der Unterstützung von Maultieren. Drei bis vier Tage nehmen wir uns Zeit für die Wanderung mit (dank der Tragetiere) leichtem Gepäck. Wenn wir das Barhaltal bei Yaylayar erreichen, ist unser Fahrer samt Booten schon im Tal.

Der Barhal unterhalb Sarigöl.Die zweite Wochenhälfte greifen wir wieder zu den Paddeln. Unser direkt am Barhal gelegenes Basislager, an dem wir wahlweise im Zelt oder in rustikalen Holzbungalows übernachten, ist der perfekte Endpunkt für die kurzweilige Fahrt ab Sarigöl. Wer noch Kraft in den Armen hat, paddelt weiter bis zum neuen Wildwasserpark in Yusufeli. Von dort starten wir am nächsten Tag zur Yusufeli Gorge des Coruh. Diese letzte paddelbare Etappe des ehemaligen Weltklasseflusses blieb bislang von Staudämmen verschont. Eine der schwersten Stellen in der Yusufeli Gorge des Coruh.Wuchtige Katarakte im Pool'n'Drop-Stil erreichen je nach Wasserstand WW 4+. Die schwersten Stellen können alle umtragen werden. Je nach Wasserstand können wir uns auch an die schwereren Abschnitte des Oberen Barhal wagen.

Zum Ende der Woche heißt es Abschied nehmen. Durch das Tal des Coruh geht's nach Ispir und weiter über den 2700 Meter hohen Pass an die Schwarzmeerküste und nach Trabzon, von wo der Rückflug startet.

Wie, wo, was?

Das Camp am Barhal ist nur über diese abenteuerliche Hängebrücke erreichbar.Unsere Reise beginnt und endet in Trabzon, der Hauptstadt der östlichen Schwarzmeerregion. Vom Flughafen erreichen wir über den Küsten-Highway in knapp zwei Stunden das Tal der Firtina. Je nach Ankunftszeit der Flüge können wir noch am gleichen Tag die Boote zu Wasser lassen. Je nach Wunsch der Teilnehmer campen wir wild in Flussnähe oder steigen im Otel Doga ab, einer direkt am Fluss gelegenen, urigen Pension. Am Barhal schlagen wir unsere Zelte direkt am Ufer des quirligen Baches auf. Das abseits anderer Siedlungen gelegene Camp ist nur über eine wacklige Hängebrücke erreichbar. Wer mehr Komfort sucht, übernachtet in mit WC und Dusche ausgestatteten Holzbungalows. Vom Basislager aus sind alle Strecken auf Coruh, Barhal und Tortum schnell erreichbar. Die Playboat-Strecke des unteren Barhal (WW II-III+) endet direkt am Camp. Je nach Wunsch der Gruppe kochen wir am Camp oder genießen das Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants in Yusufeli.

Camp im Hochgebirge mit Privatstrand.Dieses Angebot beinhaltet das Guiding auf dem Fluss sowie die Organisation der Tour. Alle weiteren Komponenten wie Flug, Logistik, Übernachtung und Verpflegung werden gemeinsam organisiert, aber separat von den Teilnehmern mit dem Erbringer der Leistungen abgerechnet. Der Flug erfolgt mit Turkish Airlines oder Pegasus Airlines über Istanbul oder mit Sunexpress direkt nach Trabzon und schlägt mit ca. 350 Euro zu Buche.

Kackar-Camp, Leistungen und Kosten:

Je nach Ankunftszeit des Fluges in Trabzon paddeln wir vier oder fünf Tage im Tal von Firtina und Tunca Dere auf verschiedenen Abschnitten zwischen WW 3 und 4+. Das Basislager sorgt für kurze Wege zum Einstieg und es bleibt viel Zeit auf dem Fluss. Wir steigern uns kontinuierlich bis jeder seine Traumstrecke gefunden hat. Je nach Gruppengröße wird das Camp von einem oder zwei qualifizierten Kanulehrern geführt. Es bleibt viel Zeit für ausgiebige Einheiten zu Paddeltechnik, Fahrtaktik und Sicherheit. Voraussetzungen für das Camp sind solide Fähigkeiten auf Wildwasser 3 sowie idealerweise das Beherrschen der Rolle. Im Anschluss überqueren wir in einer dreitägigen Wanderung das Kackar-Gebirge, je nach Wunsch inklusive der Besteigung des 3932 m hohen Hauptgipfels. Das Trekking wird von einem ortskundigen, geprüften Bergführer sowie – je nach Route – von Tragetieren begleitet. Nach der Ankunft im Barhaltal erkunden wir in drei weiteren Paddeltagen verschiedene Abschnitte von Barhal und Coruh rund um das Städtchen Yusufeli. Hier bewegen sich die technischen Schwierigkeiten im Bereich WW 3-4+

Weitere Details zur Tour:

Der Deniz Gölü nahe des Kackar-Gipfels.    * Wir kümmern uns um die komplette Logistik von/bis Flughafen Trabzon. Generell reisen wir im Ford Transit oder Mercedes Sprinter mit Chauffeur. Die Kosten für Bus, Fahrer und Diesel werden von den Campteilnehmern getragen. Die Kosten hängen stark von der Gruppengröße ab. Mehr Infos hierzu per E-Mail.

    * Die Übernachtungskosten auf wilden oder bewirtschafteten Camps sind im Camppreis inbegriffen. An manchen Camps ist die Übernachtung in Bungalows oder Zimmern möglich. Diese Kosten wie auch etwaige Hotelübernachtungen im Firtinatal oder in Trabzon (10 bis 20 Euro/Person) werden ggf. von den Teilnehmern getragen.

    * Die Verpflegung wird mittels gemeinsamer Gruppenkasse finanziert. Hier fallen etwa 5-10 Euro je Tag an. Ein Abendessen im Restaurant (inklusive nichtalkoholischer Getränke)  schlägt mit 5 bis 10 Euro zu Buche.

    * Wir stellen die komplette Küchenausrüstung. Persönliches Geschirr (Besteck, Teller, Tasse) sowie wenn gewünscht ein handlicher Campingstuhl (Faltsitz) bringen die Teilnehmer mit.

    * Auf Wunsch können Kajaks und Paddel geliehen werden. Vor Ort sind zum Beispiel Fluid Solo L, Lettmann Granate L, Pyranha H2Zone 245, Pyranha Fusion S und M. Unsere Paddel sind auschließlich hochwertige Glas- bzw. Glas-Carbon-Paddel der Marken Kober, Werner und Tywarp.    

     * Für diese Tour sind aktuell noch keine Termine festgelegt. Wir nehmen aber gerne unverbindliche Anfragen entgegen.        

Detaillierte Informationen zu den Paddelstrecken findet ihr in den detaillierten Flusswikis Firtina und Barhal.