Toros Outdoors – Kajakreisen in Griechenland, Georgien, Albanien und der Türkei

Georgien – Unterwegs im wilden Kaukasus

16. bis 23. September 2018 (WW II-III+)

26. September bis 6. Oktober 2018 (WW III+)

14. bis 25. Oktober 2018 (WW III-IV+)

 

Das UNESCO-Welterbe-Dorf Ushguli auf 2100 Meter Höhe.Ganz am Rande Europas, eingezwängt zwischen mächtigen Gebirgen und weiten Wassern drängt sich ein kleines Land, das sich erst langsam westlichen Touristen öffnet. Abgeschirmt von den ausgedehnten Landmassen Russlands und der Türkei, durch das Schwarze Meer vom Rest Europas getrennt, verbindet die Menschen Westeuropas zunächst wenig mit dem jungen Staat Georgien. Und doch wurden hier schon im 1. bis 3. Jahrhundert christliche Gemeinschaften gegründet. Auch heute noch sind die Georgier tief im christlich-orthodoxen Glauben verwurzelt. Das ganzjährig milde Klima und die beeindruckende Schönheit des Kaukasusgebirges machen Georgien zur Top-Destination naturverbundener Reisender. Misha legt die Linie vor am Khobistskali.Die subtropische Schwarzmeerküste lockt von Frühjahr bis Herbst Badeurlauber. In Distanzen von wenigen Hundert Kilometer erleben Besucher eine enorme Vielfalt von Landschaftsformen und Vegetationszonen. Und auch Kajakfahrer finden in Georgien perfekte Bedingungen: Im Frühjahr locken die steilen, fast schon tropisch grünen Täler der Schwarzmeerküste bei Batumi, im Frühsommer und Herbst stehen die Flüsse des Kleinen Kaukasus im Saft. Auf dem Mtkvari, der auf seinem Weg vom türkischen Hochland bis zur Mündung ins Kaspische Meer weite Teile des Landes entwässert, finden Weitwanderpaddler ein auf langen Strecken noch unberührtes Flusstal. Von Juli bis Oktober reicht die Hauptpaddelsaison im Großen Kaukasus. Kraftvolle Gletscherflüsse wie Tergi, Rioni, Tskhenistskali und Enguri entwässern die ewigen Schneefelder der bis zu 5000 Meter hohen Berge. Im Spätsommer kommen auch gemäßigte Gemüter voll auf ihre Kosten. Klare Seitenbäche mit technischen Etappen ergänzen die oft sehr langen Etappen der Hauptflüsse.In der Tvishi-Schlucht des Rioni.

In den Wildwassercamps 2018 bereisen wir verschiedene Regionen des Großen Kaukasus, wo wir mit den Viertausendern im Rücken die nach dem Ende der Schneeschmelzen zahmer gewordenen Gletscherflüsse paddeln. Feucht-warmes Wetter im zentralen Tiefland um Tbilisi und Kutaisi steht im Kontrast zur herbstlichen Atmosphäre in den Hochtälern. Gute Wasserstände sind dank kräftiger Gletscherschmelze und der (bislang) fehlenden Kraftwerksregulierung garantiert.

Camp I – Warm-Up im Osten Georgiens

Euch reizen Kultur und Flüsse Ostgeorgiens? Ihr wollt entspannt und doch erlebnisreich in die Georgienreise gleiten? Euch locken die vielfältigen Landschaften zwischen Hochgebirge, Steppe und vulkanischer Hochebene? Genau dafür haben wir die Warm-Up-Woche Ostgeorgien erfunden. Ganze sieben Tage nehmen wir uns Zeit, um uns auf Khrami, Mtkvari und den Aragvi-Quellflüssen warmzupaddeln. Dem spektakulären Mount Kazbek statten wir natürlich auch einen Besuch ab. Zu seinen Füßen paddeln wir im auf 2000 Meter gelegenen Hochtal des rasanten Tergi. Den eindrucksvollen Kontrast bildet das touristisch wenig erschlossene Grenzgebiet zu Armenien. Hier erkunden wir per Kajak den einsam gelegenen Khrami-Canyon. Je nach Wetter und Wasser macht ein Tag in Armenien oder auf dem wasserreichen Mtkvari unsere Warm-Up-Woche komplett.

In den langen Schwällen des Tetri Aragvi.

Ganz nebenbei wird das Paddelprogramm durch reichlich Kultur ergänzt – so erkunden wir das mystische Samshvilde und genießen den Panorama-Blick über den Khrami-Canyon, besuchen das Höhlenkloster Vardzia und die religiösen Stätten um Kutaisi. Wir begeben uns zum Fuß des Götterbergs Kazbek, und lassen auf 2000 Meter Meereshöhe die Boote im Tergi zu Wasser. 

Das Camp wird je nach Gruppengröße von einem oder zwei Kanulehrern geführt. Obwohl das Fahrtenprogramm dem Charakter einer geführten Tour entspricht, schulen wir auf Wunsch Einheiten zu Paddeltechnik, Fahrtaktik und Sicherheit. Das technische Niveau der Flüsse liegt bei WW II-III+. Wer an der Tour teilnehmen möchte, sollte solide Fähigkeiten im dritten Schwierigkeitsgrad mitbringen.

 

Der Tekhuri bei Taleri.Camp II – Die Klassiker des Westens

Die Spätsommerreise führt uns zu den Klassikern des Großen Kaukasus und steht allen offen, die sich auf WW III+ sicher fühlen. Die zentrale Lage des Flughafens Kutaisi erschließt das Revier im Nordwesten noch besser, in die Bergwelt Swanetiens ist es nur ein Katzensprung. Ein Hauptziel der Reise sind die in Ratscha und Niederswanetien gelegenen Flüsse Rioni (WW II–IV) und Tskhenistskali (WW III-IV). Eine Vielzahl von Etappen lassen uns für jedes Fahrlevel ideale Abschnitte finden. Ausreichend Wasser vorausgesetzt steuern wir die mittelschweren Flüsse des subtropischen Westens an. Kintrishi (WW II-IV), Khobistskali (WW III-IV) und Tekhuri (WW III-IV) empfangen uns mit klarem Wasser und verblockten Schwällen.

Hochkarätiges Wildwasser ist garantiert im georgischen Indian Summer. Doch auch die Kultur kommt nicht zu kurz: Im Norden von Kutaisi ziert eine ganze Reihe sehenswerter Klöster die Vorberge. Die Herberge der Künsterfamilie Gugashvili dient uns als Ausgangspunkt im Rionital, von dort aus erkunden wir die Relikte des sowjetischen Luftkurorts Shovi. 

Der Rioni oberhalb des Städtchens Oni.Das Camp wird je nach Gruppengröße von einem oder zwei qualifizierten Kanulehrern geführt. Obwohl das Fahrtenprogramm dem Charakter einer geführten Tour entspricht, schulen wir auf Wunsch Einheiten zu Paddeltechnik, Fahrtaktik und Sicherheit. Das technische Niveau der Flüsse liegt um WW III+, nur einzelne (umtragbare) Stellen erreichen eine (schwache) Vier. Wer an der Tour teilnehmen möchte, sollte über Kenntnisse im gehobenen III. Schwierigkeitsgrad verfügen. Das Beherrschen der Rolle ist von Vorteil, aber kein Muss.

Camp III – Georgien für Sattelfeste

Zur Teilnahme am Kaukasus-Camp III ist die solide Beherrschung von WW IV Voraussetzung. Neben anspruchsvollen Etappen der großen Gletscherflüsse steuern wir die Creek-Reviere Westgeorgiens an. In den subtropischen Tälern von Adscharien und Samogrelo verstecken sich die kaum bekannten Urwald-Creeks des (Kleinen) Kaukasus. Flankiert von moosbesetzten Felsen, umrankt von fast mannshohen Farnen zählen die auf kaum hundert Meter Seehöhe gelegenen »Hidden Creeks« des Westens zum schönsten, was die Paddellandkarte zu bieten hat. Der ein oder andere Regentag sorgt für den nötigen Wasserzuschuss, doch auch im Oktober sind die Tage im meeresnahen Tiefland stets warm.

Auf dem Kintrishi nahe des Ranger House.Eine auch bei trockenem Wetter wassersichere Option ist das Tal des Rioni. Der Rioni bietet im Herbst mehrere wuchtige Strecken zwischen WW II und IV+. Auf den leichten Zwischenstücken bleibt viel Zeit, die naturbelassene Berglandschaft Ratschas zu genießen. Je nach Wetter übernachten wir auf einem wilden Camp in einem Seitental oder suchen Herberge in einer von der Künstlerfamilie Gugashvili betriebenen Pension. Ebenfalls im Großen Kaukasus befinden sich Tskhenistskali (WW III und IV) und Kheledura (WW III-IV+) in Niederswanetien an. Die vom Tourismus immer noch wenig berührte Gegend begeistert mit endlosen Schwällen, auf der Kheledura kommen Liebhaber eng-verblockten Wildwassers auf ihre Kosten. Ausreichend Wasser vorausgesetzt verbringen wir etwa die Hälfte der Zeit in Westgeorgien auf den Flüssen Supsa (bis WW IV+), Bzhusha (WW II-IV+), Khobistskali und Tekhura, Adscharistskali (mehrere Etappen WW III-IV-V) und Kintrishi (WW III-IV).

Steile Meile auf der Bzhuzha.Passt das Wasser im Westen, gastieren wir in einem Hotel direkt am Schwarzmeerstrand. Sollte das Wasser für die tiefer gelegenen Flüsse Westgeorgiens nicht reichen, bleibt Zeit für die spektakulären Schluchtenflüsse Oberswanetiens Enguri (WW III-IV+) und Nenskra (WW III-IV+).

Je nach Gruppengröße wird das Camp von einem oder zwei Kanulehrern geführt. Obwohl die Touren dem Charakter einer geführten Tour entsprechen, schulen wir auf Wunsch Einheiten zu Paddeltechnik, Fahrtaktik und Sicherheit. Das technische Niveau der Flüsse liegt bei WW III bis IV+, einzelne (umtragbare) Stellen können auch schwerer sein. Wer an der Tour teilnehmen möchte, sollte über solide Kenntnisse im IV. Schwierigkeitsgrad verfügen. Das Beherrschen der Rolle ist Pflicht.
 

Weitere Details zu den Touren:

    * Die empfohlene Anreise startet an den Airports Dortmund, Berlin oder Memmingen, von dort geht es per Direktflug nach Kutaisi. Wizz Air bringt uns direkt ins Paddelparadies Westgeorgien, die Kajaks gehen dank einer Sondervereinbarung problemlos mit an Bord.

    * Wir kümmern uns um die komplette Logistik von/bis Flughafen Kutaisi. Je nach Gruppengröße reisen wir im Mercedes Sprinter oder Allrad-Van Mitsubishi Delica.Die Kosten für Bus, Fahrer und Diesel werden von den Campteilnehmern getragen. Hier fallen etwa 30 € pro Tag und Person an.

    * Die Übernachtung erfolgt im Zelt auf wilden Plätzen (keine Kosten), bewirtschafteten Plätzen (etwa 15 € inkl. Frühstück und Abendessen) oder in familiär geführten Guesthouses (etwa 20 € inkl. Frühstück und Abendessen). Mit der Wahl der Übernachtung richten wir uns flexibel nach Wetter und eurer Laune. Anfallende Übernachtungskosten werden von den Teilnehmern getragen.

Im hinteren Khobi-Tal.    * Die Verpflegung wird mittels gemeinsamer Gruppenkasse finanziert. Hier fallen etwa 5-10 Euro je Tag an. Ein Abendessen im Restaurant (inklusive Getränke)  schlägt mit 8 bis 15 Euro zu Buche.

    * Wir stellen die komplette Küchenausrüstung. Persönliches Geschirr (Besteck, Teller, Tasse) bringen die Teilnehmer mit.

    * Die Kajaks werden von den Teilnehmern im Flugzeug mitgebracht. Wizz Air transportiert euer Boot samt Paddel unkompliziert für 30 € one way. Evtl. ist die Miete von Kajaks vor Ort möglich (ca. 20 € je Paddeltag).

    * Die Kosten für Guiding und Organisation der Tour betragen 750 € (Camp I), 850 € (Camp 2) und 950 € (Camp 3).

 

Dieser Preis enthält:
Guiding, Kanuschulung, Organisation der Tour

Weitere Kosten entstehen für:
Anreise, Logistik vor Ort, Unterkünfte, Verpflegung

Toros Outdoors stellt lediglich den Kontakt zu lokalen Fahrern und Guesthouses her. Die Camp-Teilnehmer rechnen diese Leistungen direkt mit den örtlichen Unternehmern ab. 

Wichtig: Wetter- und Wasserbedingungen können kurzfristige Änderungen von Routenverlauf und Flüssewahl erfordern. Die Wasserstände sind stark von der Schneelage abhängig und können durch Regenfälle beeinflusst werden. Somit können einzelne Etappen wegen zu wenig oder zu viel Wasser nicht machbar sein. In jedem Fall ist für hochkarätige Alternativen gesorgt.

 

Einen Eindruck von Landschaft, Flüssen und nicht zuletzt vom Lebensgefühl während einer Reise nach Georgien bekommt ihr in der Reisestory "Verfechter go Georgia". Ein ausführlicher Reisebericht mit ausführlicher Info-Box ist im KANU MAGAZIN, Heft 1/2014 erschienen (zu bestellen unter www.kanumagazin.de). Außerdem brandneu am Kiosk ab Mitte Februar: »Gamarjobat, gutes Leben!« – alle Infos zum Kajakparadies Georgien kompakt im KANU MAGAZIN, Heft 1/2018.