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Georgien – MIT DEM KAJAK Unterwegs im wilden Kaukasus

Termine Georgien

22. September bis 2. Oktober (Guide: Chrise)
3. bis 14. Oktober 2022 (Guides: Scheuer, Lotte, Andi)

Heydihoo und Gamarjobat! Es gibt endlich die Daten für den Kaukasus 2022! Bei Interesse an den Georgien-Trips im Herbst kontaktiert uns schonmal unter:

Endlich wieder Kaukasus! Das Toros-Team verbringt den kompletten Oktober in Georgien. Wildwasser für alle Könnensstufen über vier Wochen. Gelegentlicher Regen bringt ordentlich Wasser auf die Flüsse des subtropischen Westens. Im Hochgebirge genießen wir bei blauem Himmel den Indian Summer.


Die Region

Ganz am Rande Europas, eingezwängt zwischen mächtigen Gebirgen und weiten Wassern drängt sich ein kleines Land, das sich erst langsam westlichen Touristen öffnet. Abgeschirmt von den ausgedehnten Landmassen Russlands und der Türkei, durch das Schwarze Meer vom Rest Europas getrennt, verbindet die Menschen Westeuropas zunächst wenig mit dem jungen Staat Georgien. Und doch wurden hier schon im 1. bis 3. Jahrhundert christliche Gemeinschaften gegründet. Auch heute noch sind die Georgier tief im christlich-orthodoxen Glauben verwurzelt. Das ganzjährig milde Klima und die beeindruckende Schönheit des Kaukasusgebirges machen Georgien zur Top-Destination naturverbundener Reisender. 

Die subtropische Schwarzmeerküste lockt von Frühjahr bis Herbst Badeurlauber. In Distanzen von wenigen Hundert Kilometer erleben Besucher eine enorme Vielfalt von Landschaftsformen und Vegetationszonen. Und auch Kajakfahrer finden in Georgien perfekte Bedingungen: Im Frühjahr locken die steilen, fast schon tropisch grünen Täler der Schwarzmeerküste bei Batumi, im Frühsommer und Herbst stehen die Flüsse des Kleinen Kaukasus im Saft. Auf dem Mtkvari, der auf seinem Weg vom türkischen Hochland bis zur Mündung ins Kaspische Meer weite Teile des Landes entwässert, finden Weitwanderpaddler ein auf langen Strecken noch unberührtes Flusstal.

Das UNESCO-Welterbe-Dorf Ushguli auf 2100 Meter Höhe.
Das UNESCO-Welterbe-Dorf Ushguli auf 2100 Meter Höhe.

Das Paddeln

Von Juni bis Oktober reicht die Hauptpaddelsaison im Großen Kaukasus. Kraftvolle Gletscherflüsse wie Tergi, Rioni, Tskhenistskali und Enguri entwässern die ewigen Schneefelder der bis zu 5000 Meter hohen Berge. Im Spätsommer kommen auch gemäßigte Gemüter voll auf ihre Kosten. Klare Seitenbäche mit technischen Etappen ergänzen die oft sehr langen Etappen der Hauptflüsse.

Misha legt die Linie vor am Khobistskali.
Misha legt die Linie vor am Khobistskali.

In den Wildwassercamps 2022 bereisen wir verschiedene Regionen des Großen Kaukasus, wo wir mit den Viertausendern im Rücken die nach dem Ende der Schneeschmelzen zahmer gewordenen Gletscherflüsse paddeln. Feucht-warmes Wetter im zentralen Tiefland um Tbilisi und Kutaisi steht im Kontrast zur herbstlichen Atmosphäre in den Hochtälern. Gute Wasserstände sind dank kräftiger Gletscherschmelze und der (bislang) fehlenden Kraftwerksregulierung garantiert.

Der Tekhuri bei Taleri.
Der Tekhuri bei Taleri.

Camp I – Die Klassiker des Westens

Diese Reise führt uns zu den Klassikern des Großen Kaukasus und steht allen offen, die sich auf WW III sicher fühlen. Die zentrale Lage des Flughafens Kutaisi erschließt das Revier im Nordwesten noch besser, in die Bergwelt Swanetiens ist es nur ein Katzensprung. Ein Hauptziel der Reise sind die in Ratscha und Niederswanetien gelegenen Flüsse Rioni (WW II–IV) und Tskhenistskali (WW II-IV). Eine Vielzahl von Etappen lassen uns für jedes fahrerische Level ideale Abschnitte finden. Ausreichend Wasser vorausgesetzt steuern wir die mittelschweren Flüsse des subtropischen Westens an. Kintrishi (WW II-IV), Khobistskali (WW III-IV) und Tekhuri (WW III-IV) empfangen uns mit klarem Wasser und verblockten Schwällen.

Hochkarätiges Wildwasser ist garantiert im georgischen Indian Summer. Doch auch die Kultur kommt nicht zu kurz: Im Norden von Kutaisi ziert eine ganze Reihe sehenswerter Klöster die Vorberge. Die Herberge der Künsterfamilie Gugashvili dient uns als Ausgangspunkt im Rionital, von dort aus erkunden wir die Relikte des sowjetischen Luftkurorts Shovi. 

Der Rioni oberhalb des Städtchens Oni.
Der Rioni oberhalb des Städtchens Oni.

Programm und Können

Das Camp wird je nach Gruppengröße von einem oder zwei qualifizierten Kanulehrern geführt. Obwohl das Fahrtenprogramm dem Charakter einer geführten Tour entspricht, schulen wir auf Wunsch Einheiten zu Paddeltechnik, Fahrtaktik und Sicherheit. Das technische Niveau der Flüsse liegt um WW III+, nur einzelne (umtragbare) Stellen erreichen eine (schwache) Vier. Wer an der Tour teilnehmen möchte, sollte über Kenntnisse im gehobenen III. Schwierigkeitsgrad verfügen. Das Beherrschen der Rolle ist von Vorteil, aber kein Muss.

Camp II – Der Kaukasus für Einsteiger (aktuell keine Ostgeorgien-Tour; Kaukasus für Einsteiger findet 2022 im Westen statt)

Ihr sucht keine sportlichen Höchstleistungen. Ihr wollt die Magie des Kaukasus erleben, entspannt durch Georgien paddeln. Landschaft, Kultur und Kulinarik in ganzer Pracht erleben, aber ohne euch auf dem Wasser zu fürchten. Ihr paddelt sicher WW II-III, wenn nicht im Kajak, dann im Schlauchkanu. Willkommen zum 2019 erstmals durchgeführten Camp »Kaukasus für Einsteiger«. Volle 14 Tage nehmen wir uns Zeit, um nicht nur die klassischen Gletscherflüsse des Großen Kaukasus zu erleben. Auch dem Osten des Landes mit den nicht so häufig gepaddelten Flüssen Aragvi-Quellflüssen sowie dem längsten Fluss Transkauskasiens, dem Mtkvari (russisch: Kura) statten wir einen Besuch ab. Natürlich bekommen wir auch den spektakulären Mount Kazbek zu Gesicht. Zu seinen Füßen paddeln wir im auf 2000 Meter gelegenen Hochtal des rasanten Tergi. Den eindrucksvollen Kontrast bildet das touristisch wenig erschlossene Grenzgebiet zu Armenien.

In den langen Schwällen des Tetri Aragvi.
In den langen Schwällen des Tetri Aragvi.

Kultur

Ganz nebenbei wird das Paddelprogramm durch reichlich Kultur ergänzt – so erkunden wir das mystische Samshvilde und genießen den Panorama-Blick über den Khrami-Canyon, besuchen die Ananuri-Festung am Ufer des Aragvi-Stausees, das Höhlenkloster Vardzia und die religiösen Stätten um Kutaisi. Und ja, auch eine Weinprobe steht auf dem Programm.

Programm und Können

Das Camp wird je nach Gruppengröße von einem oder zwei Kanulehrern geführt. Obwohl das Fahrtenprogramm dem Charakter einer geführten Tour entspricht, schulen wir auf Wunsch Einheiten zu Paddeltechnik, Fahrtaktik und Sicherheit. Das technische Niveau der Flüsse liegt bei WW II-III+. Wer an der Tour teilnehmen möchte, sollte solide Fähigkeiten in WW II-III Schwierigkeitsgrad mitbringen.

Auf dem Kintrishi nahe des Ranger House.
Auf dem Kintrishi nahe des Ranger House.

Camp III – Indian Summer auf Georgisch

Zur Teilnahme am Kaukasus-Camp III ist das solide Beherrschen von WW III+ Voraussetzung. Bei Bedarf teilen wir die Gruppe und greifen auf versch. Abschnitten an. Somit kommen auch sattelfeste WW IV-Paddler zum Zug. Neben anspruchsvollen Etappen der großen Gletscherflüsse steuern wir die Creek-Reviere Westgeorgiens an. In den subtropischen Tälern von Adscharien und Samogrelo verstecken sich die kaum bekannten Urwald-Creeks des (Kleinen) Kaukasus. Flankiert von moosbesetzten Felsen, umrankt von fast mannshohen Farnen zählen die auf kaum hundert Meter Seehöhe gelegenen »Hidden Creeks« des Westens zum schönsten, was die Paddellandkarte zu bieten hat. Der ein oder andere Regentag sorgt für den nötigen Wasserzuschuss, doch auch Anfang Oktober sind die Tage im meeresnahen Tiefland noch warm.

Steile Meile auf der Bzhuzha.

Steile Meile auf der Bzhuzha.

Eine auch bei trockenem Wetter wassersichere Option ist das Tal des Rioni. Der Rioni bietet im Herbst mehrere wuchtige Strecken zwischen WW II und IV+. Auf den leichten Zwischenstücken bleibt viel Zeit, die naturbelassene Berglandschaft Ratschas zu genießen. Neben Landschaft und Wasser ein weiterer Pluspunkt: die liebevoll geführten Guesthouses mit richtig leckerer Küche. Ebenfalls im Großen Kaukasus befinden sich Tskhenistskali (WW III und IV) und Kheledura (WW III-IV+) in Niederswanetien. Die vom Tourismus immer noch wenig berührte Gegend begeistert mit endlosen Schwällen, auf der Kheledura kommen Liebhaber eng-verblockten Wildwassers auf ihre Kosten. Ausreichend Wasser vorausgesetzt verbringen wir etwa die Hälfte der Zeit in Westgeorgien auf den Flüssen Supsa (bis WW IV+), Bzhusha (WW II-IV+), Khobistskali und Tekhura, Machakhela (mehrere Etappen WW III-V) und Kintrishi (WW III-IV).

Passt das Wasser im Westen, gastieren wir in einem Hotel direkt am Schwarzmeerstrand. Sollte das Wasser für die tiefer gelegenen Flüsse Westgeorgiens nicht reichen, bleibt Zeit für die spektakulären Schluchtenflüsse Oberswanetiens Enguri (WW III-IV+) und Nenskra (WW III-IV+).

Programm und Können

Je nach Gruppengröße wird das Camp von einem oder zwei Kanulehrern geführt. Obwohl die Touren dem Charakter einer geführten Tour entsprechen, schulen wir auf Wunsch Einheiten zu Paddeltechnik, Fahrtaktik und Sicherheit. Das technische Niveau der Flüsse liegt der jeweiligen Teilgruppe angemessen zwischen WW III und IV+, einzelne (umtragbare) Stellen können auch schwerer sein. Wer an der Tour teilnehmen möchte, sollte über solide Kenntnisse im III. Schwierigkeitsgrad verfügen. Wer in der schweren Gruppe paddeln möchte, bringt eine sichere Rolle, Sattelfestigkeit im vierten Grad und gute körperliche Fitness mit.

Im hinteren Khobi-Tal.
Im hinteren Khobi-Tal.

Leistungen

  • Organisation von ? Reisetagen(inkl. ? Pausetag) zu den Wildflüssen Georgiens
  • Guiding mit einem oder (je nach Gruppengröße) mehreren Kanulehrern, Technikschulung wenn gewünscht.
  • Wir vermitteln die komplette Logistik vom Flughafen und vor Ort
  • Wir stellen die komplette Küchenausrüstung. Persönliches Geschirr (Besteck, Teller, Tasse) bringen die Teilnehmer mit.

Kosten

  • Die Kosten für Guiding und Organisation betragen 840 € (Tour im September) und 1200 € (Tour im Oktober).
  • Dieser Preis enthält Guiding, Kanuschulung, Organisation der Tour
  • Weitere Kosten entstehen für: Anreise, Logistik vor Ort, Unterkünfte, Verpflegung (mehr Details unten)

Toros Outdoors stellt lediglich den Kontakt zu lokalen Fahrern und Guesthouses her. Die Camp-Teilnehmer rechnen diese Leistungen direkt mit den örtlichen Unternehmern ab.

Anreise

 Die empfohlene Anreise startet an den Airports Memmingen oder Dortmund, ab November 2021 werden auch wieder Berlin und Wien angeflogen. Von dort geht es per Direktflug nach Kutaisi. Wizz Air bringt uns direkt ins Paddelparadies Westgeorgien, die Kajaks gehen dank einer Sondervereinbarung problemlos mit an Bord.

Logistik

Wir kümmern uns um die komplette Logistik von/bis Flughafen Kutaisi. Je nach Gruppengröße reisen wir im Mercedes Sprinter oder Allrad-Van Mitsubishi Delica. Die Kosten für Bus, Fahrer und Diesel werden von den Campteilnehmern getragen. Hier fallen etwa 35 € pro Tag und Person an.

Die Kajaks werden von den Teilnehmern im Flugzeug mitgebracht. Wizz Air transportiert euer Boot samt Paddel unkompliziert für 40 € one way.


Unterkunft

Die Übernachtung erfolgt in familiär geführten Guesthouses (etwa 20 € inkl. Frühstück und Abendessen) sowie für zwei Nächte in einem Selbstversorgerhaus (10 € exkl. Verpflegung). Mit der Wahl der Unterkünfte richten wir uns flexibel nach Wetter und eurer Laune. Anfallende Übernachtungskosten werden von den Teilnehmern getragen.

Verpflegung

Die Verpflegung wird mittels gemeinsamer Gruppenkasse finanziert. Hier fallen etwa 5-10 Euro je Tag an. Ein Abendessen im Restaurant (inklusive Getränke)  schlägt mit 8 bis 15 Euro zu Buche.

Wichtig: 

Wetter- und Wasserbedingungen können kurzfristige Änderungen von Routenverlauf und Flüssewahl erfordern. Die Wasserstände sind stark von der Schneelage abhängig und können durch Regenfälle beeinflusst werden. Somit können einzelne Etappen wegen zu wenig oder zu viel Wasser nicht machbar sein. In jedem Fall ist für hochkarätige Alternativen gesorgt.

Reisebericht Kanumagazin:

Einen Eindruck von Landschaft, Flüssen und nicht zuletzt vom Lebensgefühl während einer Reise nach Georgien bekommt ihr in der Reisestory “Verfechter go Georgia”Ein ausführlicher Reisebericht mit ausführlicher Info-Box ist im KANU MAGAZIN, Heft 1/2014 erschienen (zu bestellen unter www.kanumagazin.de). Außerdem brandneu am Kiosk ab Mitte Februar: »Gamarjobat, gutes Leben!« – alle Infos zum Kajakparadies Georgien kompakt im KANU MAGAZIN, Heft 1/2018.

https://shop.interabo.de/kanumagazin/product/heft-1-2018.html

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