Trebbia, Aveto & Co – Ostern im Apennin

9. bis 15. April 2020 (WW II-III+)

Frühlingserwachen in Bella Italia! Während die Alpen im April ein gehöriges Maß an Frostverachtung fordern, weht im norditalienischen Apennin an Ostern meist schon ein warmes Windchen. Nicht nur der Caffe Corretto wärmt, nein, Italiens Sonne streichelt das Gemüt. Aber kann man da auch paddeln? Pero si, ragazzi! Trebbia und Aveto sind wahre Traumflüsse: Klares blaues Wasser in tiefen Schluchten. Nie schwer, aber immer wunderschön. Und weil wir uns gleich eine ganze Woche Osterurlaub nehmen, stehen weitere Flussperlen der Region auf dem Tourplan. Kommt an Bord!

Scheuer, hast du nicht mal genug von der ganzen Paddelei? Langt’s nicht mal? Tja, da komm ich ehrlich gesagt schon mal ins Grübeln. Drängt sich die Frage nach all den Jahr(zehnt)en hin und wieder nicht nur den Mitmenschen auf. Und dann erwisch ich mich halt doch im kalt-verregneten Dezember, nachts um zwei auf der Autobahn Richtung Genua. Die Boote auf dem Dach, die schlafenden Freunde auf der Rückbank, und eben voller Vorfreude auf vier Tage Regenwetterpaddeln an der Ligurischen Küste. Die Magie des Mittelgebirgspaddeln, natürlich vorwiegend im Herbst und Winter, hat mich im Griff. Am nächsten Tag kullern die Kastanien auf dem Pfad zum Einstieg. Das Wasser rauscht nicht nur im Bach, sondern drängt aus jeder Pore von Mutter Erde. Tja, Freunde, hier bin ich zuhaus!

Aller Anfang allein: Erkundung der Trebbia-Schlucht als Solotour

Schon lange möchte ich euch diesen wunderschönen Flecken, der dazu nur fünf Autostunden von München liegt, zeigen. Diese unbekannte Seite des Paddelreviers Italien mit euch teilen. Nun ist es so weit! Paddeln auf den Küsten-Creeks der Südabdachung bei Genua und La Spezia lässt sich nicht wirklich planen. Alle unsere Trips haben wir immer strikt auf ausgiebige Regenfälle getaktet, das geht nicht mit Wochen oder Monaten Vorlaufzeit. Ganz anders die nach Norden zur Po-Ebene entwässernden Flüsse: Die kontinental exponierte Quellregion lässt meist bis in den April eine Schneedecke zu, Schmelzwasser ist somit sicher. Die Einzugsgebiete sind außerdem größer, was sich unter anderem an den weitgestreckten Kiesbetten ablesen lässt, die sich als mächtige Schuttströme den Weg zur Lebensader Norditaliens, dem Po, bahnen.

Bevor die Flüsse in der breiten Auenlandschaft aufschottern, schneiden sie durch tiefe, eindrucksvolle Schluchten, die aufgrund der im Jahresverlauf stark wechselnden Wasserführung nur selten von Stauseen zerstört sind. Ein echtes Paddelparadies! Stete Strömung, ein abwechslungsreiches Flussbett aus spritzigen, teils leicht verblockten Schnellen, kniffligen Passagen vor steilen Wänden und immer wieder Bummelstrecken zum Landschaftgucken. Während sich die Trebbia gänzlich unreguliert ihren Weg durchs Gebirge der Emilia Romagna sucht, wird der Lauf des Aveto von einem Stausee samt Ausleitungskraftwerk gebremst. Schade um die mit schwerem Wildwasser garnierte Felsschlucht, die die meiste Zeit im Jahr trocken liegt. Gut für die Paddler im Unterlauf und auf der Trebbia – garantiert das Kraftwerk doch eine stete Wasserabgabe zur besten Tageszeit.

Von unserem Basislager bei Marsaglia sind alle Abschnitte des Tales in nur kurzer Autofahrt erreichbar, und auch nach Bobbio, dem sympathischen Städtchen am Ausgang des Gebirges, ist es nur ein Katzensprung. 

Details:

* 7 Reisetage, davon 6 Paddeltage auf den Wildflüssen des Apennin; je nach Gruppengröße zwei Kanulehrer, Technikschulung wenn gewünscht

* Anreise in Privat-Pkw mit Fahrgemeinschaften oder im Nachtzug ab München (in München ab um 20.10 Uhr; Ankunft in Piacenza um 7.04 Uhr, vor dort Abholung durch das Kanulehrer-Team); Anreise im Flugzeug (Airport Genua oder Milano) nach Absprache

* Selbstverpflegung am Camp in Kochgruppen bzw. Abendessen im Restaurant

* Übernachtung in Marsaglia in einfachem Gruppenhaus bzw. Camping

* Auf Wunsch können Kajaks und Paddel geliehen werden. Die aktuelle Bootspalette könnt ihr im Toros-Testcenter einsehen. Bei den Paddeln setzen wir auf auf Mergner, Kober und Lettmann.

Kosten:

* Entstehende Kosten für Anreise und Transfers vor Ort werden auf die Fahrgemeinschaft umgelegt. Dies geschieht in Eigenverantwortung der Fahrer/Mitfahrer.

   * Wir übernachten in einem Gruppenhaus mit Camping-Möglichkeit in Marsaglia. Details zu Unterkunft und Kosten folgen in Kürze.

    * Auf Wunsch können Kajaks und Paddel geliehen werden. Die aktuelle Bootspalette könnt ihr im Toros-Testcenter einsehen. Bei den Paddeln setzen wir auf auf Mergner, Kober und Lettmann.

    * Die Kosten für Guiding und Organisation der Tour betragen 490 Euro.

Dieser Preis enthält:
Guiding, Kanuschulung, Organisation der Tour

Weitere Kosten entstehen für:
Anreise, Logistik vor Ort, Unterkünfte, Verpflegung

Wichtig: Wetter- und Wasserbedingungen können kurzfristige Änderungen von Routenverlauf und Flüssewahl erfordern.  Zwar ist der April in Griechenland meist sonnig, Regentage sind jedoch möglich. Zudem sind die Wasserstände von der Schneelage abhängig. Somit können einzelne Etappen wegen zu wenig oder zu viel Wasser nicht machbar sein. In jedem Fall ist für hochkarätige Alternativen gesorgt. 

Für weitere Informationen und Buchungsanfragen sendet bitte eine E-Mail an info[et]toros-outdoors.de.

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